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Infoblätter

Gemüse und Kräuter auf Balkon und Terrasse

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Geeignete Arten und Sorten (großes Bild) Bepflanzungsbeispiele (großes Bild)
Geeignete Arten und Sorten Bepflanzungsbeispiele

Vielen Gemüse- und Kräuterliebhabern steht nur ein begrenzter Platz auf dem Balkon oder einer Terrasse für den Anbau zur Verfügung. Soll die Küche dennoch möglichst lange und abwechslungsreich mit frischen Zutaten aus eigener Ernte versorgt werden, bedarf es einiger Überlegungen und Vorbereitung, ehe es an die Durchführung geht. Auge und Gaumen sollen dabei gleichermaßen berücksichtigt werden.

Standort
Gemüse und Kräuter haben hohe Lichtansprüche. Für den Gemüse- und Kräuteranbau eignen sich besonders wind- und regengeschützte Süd-, Südost- und Südwestlagen. Völlig windstill sollte der Platz allerdings nicht sein, sondern einen ausreichenden Luftaustausch bieten.

Anbauzeitraum
Kälteverträglichere Gemüse- und Kräuterarten, wie beispielsweise Schnittlauch, Salate, Radieschen, Kohlrabi und Rettich, können bereits ab Anfang April auf dem Balkon oder der Terrasse angebaut werden. Sie können zu Beginn mit einer Vliesauflage geschützt werden. Wärmebedürftigere Arten, wie beispielsweise Tomaten, Gurken, Basilikum, Paprika und Auberginen werden erst nach den Eisheiligen, Mitte Mai, ausgepflanzt. Dort können sie bis zu den ersten Frösten verbleiben.

Jungpflanzen
Nur kräftige, gesunde, kompakte und gut durchwurzelte Pflanzen, die man am besten beim Gärtner kauft, werden verwendet. Wer seine Pflanzen selber heranziehen möchte, benötigt einen hellen Platz, zum beispiel ein Südfenster.

Pflanzgefäße und Substrate (Pflanzerden)
Als Pflanzgefäße eignen sich Balkonkästen, Töpfe und Kübel aus Kunststoff, Ton und anderen Materialien. Wichtig ist, daß Gefäße, die dem Regen ausgesetzt sind, ein Abzugsloch oder bei Wasserspeicherkästen einen Überlauf haben, damit keine Staunässe auftreten kann. Das Substrat sollte leicht sein, ein gutes Luft- und Wasserspeichervermögen haben und über einen Nährstoffvorrat verfügen (z.B. Frux Einheitserde, Euflor Plantahum, Floragard Balkonsubstrat).

Bewässerung und Düngung
Bewässert wird von Hand oder mit einer automatischen Balkonbewässerung (z.B. von Blumat, Gardena, Beckmann ). Das Substrat darf nie vollkommen trocken, aber auch nicht staunass sein. Beides schädigt die Wurzeln. Gegossen wird in kleinen Gaben, nach dem Gießen soll kein Wasser aus dem Kasten oder dem Topf laufen, da ansonsten die Nährstoffe ausgeschwemmt werden. Zu empfehlen sind auch Balkonkästen mit einem Wasservorrat (z.B. Manna Sunshine, Kombikasten u.a.).
Das Substrat enthält in der Regel bereits einen gewissen Nährstoffvorrat. Zur weiteren Nährstoffergänzung eignen sich besonders wasserlösliche Volldünger (z.B. Wuxal, Mairol oder Hakaphos blau). Sie werden am besten als 0,1 prozentige Düngelösung (1 Gramm Salz oder 1 Milliliter Flüssigdünger pro Liter Wasser) angesetzt und 1 bis 2 mal wöchentlich verabreicht. Gedüngt wird nicht auf den trockenen Wurzelballen, vorher leicht angießen.

Buchtipp:
Frenz, Friedrich-W.; Jaksch, Thomas: Balkongemüse. Gräfe und Unzer, 3. Aufl., München 1999

Institut für Gartenbau