Die Ansprüche an Gemüsesorten und -arten für den Hausgarten sind vielfältig und in der letzten Zeit stetig gewachsen. Neben einer hohen Ertragserwartung sollen die Gemüse möglichst pflegeleicht, krankheitsresistent, aromareich und gesund sein. Wenn damit auch noch eine optisch attraktive Gartengestaltung möglich ist, dann sollte dies Anreiz sein, sich vermehrt mit neuen oder alten, wieder entdeckten Gemüsesorten zu beschäftigen.
Die Abkehr von den traditionellen Gegenpolen Ziergarten auf der einen und Nutzgarten auf der anderen Seite in Richtung eines alles integrierenden Mischgartens ist sicherlich auch aus der Not kleiner werdender Gärten entstanden.
Die Verwendung wurde aber auch entscheidend dadurch gefördert, dass optisch attraktive Neuzüchtungen auf den Markt drängen oder hübsche alte Gemüse- und Kräuterarten eine gewisse Nostalgierenaissance erfahren. Darüber hinaus verleiten Urlaubsreisen in alle Kontinente viele Pflanzenfreunde dazu, dort Gesehenes oder Gekostetes, wenn irgend möglich, auch im eigenen Garten auszuprobieren. Das Gewöhnliche hat man, das Außergewöhnliche sucht man ...
Die Tabellen zeigen eine kleine Auswahl von Besonderheiten, die aufzeigen, dass bei Gemüse und Kräutern Gewöhnliches und Außergewöhnliches gar nicht so weit auseinander liegt und Vieles in der Verwendung oder im Anbau von Bekanntem abgeleitet werden kann.
Institut für Gartenbau
Thomas Jaksch, Dipl. Ing. (FH) Gartenbau
|