Rudolf Bährmann: Die Mottenschildläuse. Westarp Wissenschaften (Die Neue Brehm-Bücherei, Band 664), Hohenwarsleben, 2002. ISBN: 3-89432-888-6. Preis: 24,95 ?
Inhalt:
In Form einer wissenschaftlichen, monographischen Betrachtung werden auf 240 Seiten morphologisch/anatomisch-systematische Zusammenhänge (ca. 110 Seiten) als auch die Bereiche Fortpflanzung (ca. 10 Seiten), Ökologie (ca. 50 Seiten) und Schadwirkung/Bekämpfung (ca.15 Seiten) detailliert vorgestellt. Näher illustriert ist der Band mit jeweils 80 Tabellen und Abbildungen; alle in s/w. Das Literaturverzeichnis ist mit 20 Seiten einer Monographie angemessen recht umfangreich. Der Einzelband ist der erste für ein insgesamt siebenteilige Reihe zur wissensschaftlichen Betrachtung der pflanzensaftsaugenden Insekten.
Empfehlung:
Wer sich tiefer (insbesondere ökologisch oder auch morphologisch) mit der Materie "Weiße Fliege" beschäftigen möchte hat das Glück hier eine aktuelle, wissenschaftlch fundierte deutsche Monographie bekommen zu können.
Joachim Böhme: Phytophage Käfer und ihre Wirtspflanzen in Mitteleuropa. bioform-Verlag, Heroldsberg, 2001. ISBN: 3-935654-00-6. Preis: 19,90?, vergriffen
Inhalt:
Auf der Basis einer Literaturübersicht ist hier die Bestimmung von phytophagen Käfern zusammengestellt worden. Gegliedert ist das Buch (132 Seiten, ohne Abbildungen) im wesentlichen in drei Listen bzw. Aufzählungen: Eine Indexliste für den deutschen oder botanischen Pflanzennamen (16 Seiten), ein Index zum Nachschlagen der Käferart (wissenschaftliche Bezeichnung, 20 Seiten) und ein größeres Verzeichnis, das nach Pflanzenfamilien sortiert ist und die dann an den Arten auftretenden Käfer auflistet (95 Seiten). Berücksichtigt wurden etwa 800 Pflanzenarten und 2000 Käferspezies, wobei hier ausschließlich mono- und oligophage Arten einbezogen worden sind.
Empfehlung:
Als Nachschlagewerk für die Beratung auf der Suche nach einer Käferart sicherlich ein Gewinn. Da Käferabbildungen fehlen sind im Bedarfsfalle sicher weitere Bücher zur Eingrenzung und Bestimmung erforderlich.
Bernhard Klausnitzer und Hertha Klausnitzer: Marienkäfer, Die neue Brehm-Bücherei, Band 451, 4. Auflage, 1997, ISBN: 3-89432-812-6. Preis: 24,95 ?
Inhalt:
Anhand von 175 Seiten wird auf wissenschaftlichem Niveau der Marienkäfer bzw. die Familie der Coccinellidae vorgestellt. Wichtige Gliederungspunkte sind Ausführungen zu den Punkten Systematik (inklusive von Bestimmungstabellen für die Imagines der in Mitteleuropa heimischen Arten), Verbreitung, Entwicklungsstadien, Wanderzüge, Nahrung, natürliche Feinde. Rund 100 s/w-Abbildungen und über 28 Tabellen ergänzen den Text angenehm; 16 Farbabbildungen von Käfern und Larven finden sich in der Heftmitte. Den Abschluß des Buches bildet ein umfangreiches Literaturverzeichnis sowie ein Register.
Empfehlung:
Marienkäfer sind als Nützlinge in aller Munde, doch niemand weiß offenbar genaueres zu diesen bekannten Insektenvertretern. Hier bietet dieses Büchlein wissenschaftlich fundierte Abhilfe. Das Heft hat durchaus einen wissenschaftlichen Anspruch, es ist somit keine reine Hobbylektüre.
Rudolf Bährmann: Bestimmung wirbelloser Tiere. Gustav Fischer Verlag Jena, Stuttgart, 3. Auflage, 1995. ISBN: 3-827-40668-4. Preis: 24,95 ?
Inhalt:
Ein Bestimmungsschlüssel der besonderen Art, der mittlerweile bereits in der dritten Auflage erschienen ist. Geführt über eine bildhafte Darstellung innerhalb des dichotomen Schlüssels kann hier eine auch für Anfänger geeignete Bestimmung vorrangig terrestrischen und limnischer Arten durchgeführt werden (ca. 2000 Arten). Den Schwerpunkt bilden die Insekten, aber auch Tausendfüßler, Krebstiere, Spinnentiere und Weichtiere können determiniert werden. Im wesentlichen ist das Buch (362 Seiten) als Feldbestimmungsschlüsel konzipiert und einsetzbar für Studenten, Schüler und Lehrer sowie interessierte Laien.
Empfehlung:
Auf diesem Gebiet sicherlich ein Standardwerk. Natürlich hat das Buch durch seine Konzeption klare Grenzen, aber z.B. für eine erste Eingrenzung des vermeitlichen Schädlings sicherlich eine wichtige Hilfe. Wer immer noch die 1. Auflage haben sollte kann nur die 3. Auflage sehr empfohlen werden, da der Umfang deutlich erweitert und Fehler mehrheitlich ausgemerzt worden sind.
Rolf Fritzsche und Rolf Keilbach: Die Pflanzen-, Vorrats- und Materialschädlinge Mitteleuropas. Verlag Gustav Fischer, Jena und Stuttgart, 1994. ISBN: 3-334-60531-0, Preis: 39,95 ?
Inhalt:
Das Buch gliedert sich in drei Kapitel: Ein einleitendes Kapitel und ein zweites Schwerpunktkapitel (ca. 310 Seiten), in dem die einzelnen Schädlingsgruppen der zoologischen Systematik folgend kurz näher vorgestellt werden (Morphologie, Lebensweise, Schadbilder, Gegenmaßnahmen). Im dritten Teil (ca. 80 Seiten) findet sich eine Übersicht über die von den wichtigsten Schädlingen verursachten Schäden an Kulturpflanzen, Vorräten und Materalien. Ein umfangreiches Stichwortverzeichnis am Ende des Buches (ca. 45 Seiten) erleichtert die Suche nach einem bestimmten Schadtier. Illustriert werden die Schadtiere mit Hilfe von über 480 s/w-Zeichnungen.
Empfehlung:
Angesichts der Fülle an besprochenen Schadtieren kann dieses Werk nur einen Übersichtscharakter haben, den es jedoch sehr gut ausfüllt. Auch lassen sich die Zeichnungen in der Lehre gut verwenden. Das Übersichtskapitel zu den Kulturpflanzenbezogenen Schäden kann zudem bei Diagnosen hilfreich eingesetzt werden.
Frieder Sauer: Die schönsten Raupen nach Farbfotos erkannt, Fauna Verlag, Karlsfeld 1992, 5. Auflage. ISBN: 3-923010-19-2. Preis: 19,50 ?
Inhalt:
Im wesentlichen ein umfangreicher Farbatlas (ca. 300 Seiten) zur Bestimmung von Raupen anhand der ca. 450 Farbfotos. Ergänzend findet sich zu jeder Raupe eine Verbreitungskarte (für Europa) sowie ein Beschreibung der Tiere (Kurzbiologie mit den morphologischen Charakteren der Raupen). Eingeleitet wird das Taschenbuch mit einem allgemeinen Teil zum Thema Schmetterlinge und den einzelnen Familien (ca. 50 Seiten). Zum Abschluß des Heftes ist noch eine Farbtafel mit den Eigelegen von 24 Arten abgebildet. Über ein kurzes Register lassen sich die Arten finden. Die Darstellung der Raupen erfolgt über die Systematik, d.h. die Familien.
Empfehlung:
Als Bestimmungshilfe bei Raupen sicherlich eine gute Hilfe, wenngleich der Titel ("schönste Raupen") hier in Bezug auf die erwartete Menge eher untertreibt, d.h. das abgehandelte Spektrum an Raupen ist recht groß und so lassen sich auch auf den ersten Blick nicht ganz so schöne Raupen in dem Taschenbuch wiederfinden.
David Carter und Brian Hargreaves: Raupen und Schmetterlinge Europas und ihre Futterpflanzen, Verlag Paul Parey, Hamburg und Berlin, 1987, ISBN: 3-826-38139-4. Preis: 14,95 ?
Inhalt:
Nach einer ca. 20seitigen Einleitung (u.a. Anatomie der Raupen, Lebenszyklus, Raupenzucht) wird anhand eines systematischen Teiles auf die einzelnen Schmetterlingsfamilien näher eingegangen, d.h. hier werden die Raupen anhand folgender Punkte vorgestellt: Name, Verbreitung, Beschreibung, Habitat, Futterpflanzen und Biologie. Zu vielen dieser Raupen finden sich im abschließenden Farbtafelanhang (ca. 70 Seiten) farbige Grafiken (auch zum adulten Tier). Den Abschluß des Buches bildet eine gegliederte Futterpflanzenliste als auch ein alphabetischer Futterpflanzenindex.
Empfehlung:
Raupen lassen sich nur schwer bestimmen, hilfreich ist hier ein Futterpflanzenindex, wie ihn dieses Buch aufweist. Anhand der Grafiken und des Textes im systematischen Teil lassen sich dann die gefundenen Ergebnisse rasch mit der vorliegenden Raupe überprüfen. Ein wichtiger Ratgeber bei der Raupenbestimmung !
Rolf Beiderbeck und Ingo Koevoet: Pflanzengallen am Wegesrand. Kosmos Verlag, Stuttgart, 1979. ISBN: 3-440-04751-2 (vergriffen)
Inhalt:
Diese kleine Taschenbuch (127 Seiten) gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil, der auch in etwa die Hälfe des Buche ausmacht, werden einzelne Teilbereiche der Pflanzengallen näher beschrieben (u.a. Gallerrreger, Gallenarten, äußere Form und innerer Aufbau der Gallen etc.). Der zweite Teil ist durchweg farbig illustriert und entspricht einem einfachen Bestimmungsteil; die Abbildungen folgen der Wirtspflanze von A-Z (von Acer bis Zea mays). Am Ende des Buches findet sich sowohl ein Pflanzenregister (lateinisch und deutsch) als auch ein Verzeichnis der Gallerreger (lateinisch).
Empfehlung:
Wer einen ersten Überblick über Pflanzengallen bekommen möchte wird hier fündig und für eine erste Bestimmung häufiger Gallen reicht es auch gerade aus. Ein echtes Bestimmungsbuch ist es jedoch (verständlicherweise) nicht.
Konrad Dettner und Werner Peters (Hrsg.): Lehrbuch der Entomologie, Verlag Gustav Fischer, Stuttgart, ISBN: 3-827-40801-6. Preis: 49,95 ?
Inhalt:
In diesem Lehrbuch werden auf über 25 Teilkapiteln alle Aspekte der Entomologie (Insektenkunde) - sozusagen ein Nachfolger des "Webers" - intensiv behandelt. Hierzu zählen u.a. morphologische, systematische, biochemische, genetische, biologische und andere Bereiche. Das Buch umfaßt 921 Seiten und ist reich illustriert mit s/w-Abbildungen, Tabellen und Grafiken. Verfaßt worden ist es von über 20 Fachwissenschaftlern, da die Entomologie heute aufgrund der Differenzierung und den ständig neuen Erkenntnissen auf diesem Gebiet nicht mehr alleine von nur einer Person sachlich und fundiert überblickt werden kann.
Empfehlung:
Ein solches Lehrbuch wird es für den Bereich der Entomologie sicherlich die nächsten 10 Jahre nicht mehr geben, es ist somit für einen interessierten Personenkreis sicherlich eine erste Wahl beim Kauf (vergleichbar mit dem Straßburger in der Botanik). Das Buch hat einen wissenschaftlichen Anspruch mit einer Ausrichtung nicht nur auf den Biologen, sondern eben auch auf den im Pflanzenschutz Tätigen sowie dem Studenten, der sich hier kundig machen will (oder muß ...).
Werner Jacobs und Maximilian Renner (überarbeitet von Klaus Honomichl): Biologie und Ökologie der Insekten. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart, 3. Auflage, 1998, ISBN: 3-437-25890-7, 39,95 Euro, Format: 13,5x19,5 cm; auch als CD-ROM mit zusätzlichen Abbildungen und Videos erhältlich
Inhalt:
Der Aufbau des Buches entspricht einem Lexikon, das ein Nachschlagen von A-Z ermöglicht. Die ausführlichen Texte sind in kurzen, inhaltsreichen Sätzen und Aneinanderreihungen verfasst, auch sind Querverweise zu anderen Stichpunkten eingebaut. Die Beschreibung der einzelnen Arten, Familien, Ordnungen etc. erfolgt nach einem einheitlichen Schema, u.a. werden die Punkte Vorkommen, Nahrung, Fortpflanzung, Lebenszyklus näher besprochen. Auch wird bereits im Text häufig auf bestimmte Literaturzitate hingewiesen. Illustriert werden die Texte mit rund 1200 s/w-Zeichnungen. Ein 18-seitiges Literaturverzeichnis rundet das 678 Seiten umfassende Taschenlexikon ab (flexibler Einband). Der Inhalt des Lexikons zielt entsprechend dem Titel auf die Biologie und Ökologie der Insekten ab, ein gezieltes Nachschlagen nach anatomischen oder physiologischen Fachbegriffen ist nicht möglich. Für einen solchen Zweck sind andere Bücher zu favorisieren.
Empfehlung:
Wer sich beruflich oder privat intensiver mit dem Thema Insekten auseinandersetzen will oder muss findet hier seine "Bibel" - ein Standardwerk der angewandten Entomologie, das in seiner Inhaltsfülle immer wieder positiv überrascht. Der Hinweis von Karl von Frisch (Nobelpreisträger 1973) zu dem Buch aus dem Geleitwort zur ersten Auflage - "Wie glücklich wäre ich gewesen, wenn es zu meiner Studienzeit ein solches Buch gegeben hätte" - kann nur bestätigt werden. Sicherlich eines der drei Bücher die man mit auf eine einsame Insel nehmen sollte.
Herbert Weidner und Udo Sellenschlo: Vorratsschädlinge und Hausungeziefer. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 2003, 6. Auflage, ISBN: 3-8274-1439-3. Preis: 60,00 Euro, Format: 17,5 x 24,5 cm
Inhalt:
Schwerpunkt des 320 Seiten umfassenden Buches sind die Bestimmungsschlüssel zu den in Mitteleuropa auftretenden Haus- und Vorratsschädlingen. Die Hauptbetrachtung richtet sich naturgemäß auf die Gliederfüßer, wobei hier allein 67 Einzelgruppen vorgestellt werden (u.a. Collembolen, Wanzen, Borkenkäfer, Ameisen). Die Spinnentiere werden in sechs weiteren Rubriken vorgestellt (u.a. Milben, Weberknechte). Jede Einzelrubrik beginnt grundsätzlich mit einigen grundsätzlichen Hinweisen, denen dann ein dichotomer Bestimmungsschlüssel folgt. Hilfreich illustriert werden die Schlüssel anhand von 220 s/w-Zeichnungen mit den erforderlichen Bestimmungskriterien (farbige Abbildungen sind im Buch nicht enthalten). Angestrebt wird stets die Bestimmung bis zur Art, wobei aufgrund der Fülle an möglichen Schädlingen nur bedeutende Arten in den Schlüssel mit aufgenommen worden sind. Neben einem Sach- und Namensregister ist im Anhang zusätzlich ein Verzeichnis der englischen und französischen "common names" aufgeführt, der die Zuordnung zur wissenschaftlichen Bezeichnung erleichtert.
Empfehlung:
Für Schädlingsbekämpfer ist der "Weidner" ein Muss und Klassiker zugleich, der mittlerweile in der 6. Auflage erschienen ist. Aber auch wer sich im Gartenbau fachlich mit der Bestimmung von Schadtieren zu beschäftigen hat findet eine fundierte Grundlage.
Robert Biedermann und Rolf Niedrighaus: Die Zikaden Deutschlands: Bestimmungstafeln für alle Arten. Wissenschaftlich Akademischer Buchvertrieb-Fründ, Scheeßel, 2004, ISBN: 3-00-012806-9, Preis: 84,50 Euro, Format: 21,5x30 cm
Inhalt:
Nach einer kurzer Einführung (11 Seiten) zu den Aspekten "Was sind Zikaden", "Zur Biologie und Ökologie der Zikaden Deutschlands" und "Sammeln und Präparieren von Zikaden" folgt nach einem Schlüssel zu den Familien ein dichotomer Schlüssel zu den einzelnen Zikadengattungen. Dem schließen sich auf rund 240 Seiten ausführliche Bestimmungstafeln für die einzelnen Arten an, wobei tabellarisch jeweils für sechs Arten auf einer Doppelseite wichtige Bestimmungsmerkmale aufgezeigt werden. Abgerundet wird das rund 400 Seiten starke Buch mit Angaben zur Gefährdung der Tiere ("Rote Liste") sowie einem Register zu den Gattungen und Arten. Insgesamt werden im Buch über 600 Zikadenarten anhand von etwa 3500 Zeichnungen vorgestellt; Farbfotos sind keine enthalten.
Empfehlung:
Seitens der Thematik auf den ersten Blick sicherlich nur ein Buch für Zikaden-Interessierte. Im Pflanzenschutz haben Zikaden als Schädlinge aber sicher eine zunehmende Bedeutung, sodass die Möglichkeit zur Bestimmung aller in Deutschland vorkommenden Arten aus Sicht der Beratung zu begrüßen ist.
Stresemann, E., 2005: Exkursionsfauna von Deutschland. Wirbellose: Insekten Band 2, 10. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, München, ISBN: 3-827-41698-1, Preis: 62,00 Euro, Format: 13x19,5 cm
Inhalt:
Nach einigen einführenden kurzen Kapiteln (u.a. zur allgemeinen Charakteristik der Insekten und dem wissenschaftlichen Sammeln und Gesetzlichkeiten), folgen die Hauptschlüssel zu den heimischen Insektenordnungen (rund 900 Seiten). Illustriert sind die Schlüssel mit einer Vielzahl von s/w-Zeichnungen. Für einzelne Ordnungen wurden Bestimmungstabellen für die Larven aufgenommen (beispielsweise für Käferlarven, Schmetterlingsraupen oder für die Afterraupen der Pflanzenwespen). Am Ende des Buches befindet sich ein ausführliches Register (rund 40 Seiten).
Empfehlung:
Der "Stresemann" gilt sicherlich seit Jahren als Klassiker unter den Insektenbestimmungsbücher, hier nun in der aktuellen 10.ten Auflage. Und da viele Insekten zu den Schädlingen zählen sind Bücher wie diese sicher auch gut in den Händen eines Pflanzenschützers einsetzbar.
Wachmann, E., Melber, A. und J. Deckert: Wanzen (Band 1). Goecke & Evers Verlag, Keltern, 2006, ISBN: 3-931374-49-1, Preis: 59,00 Euro, Format: 17,5x24,5 cm
Inhalt:
Nach der Vorstellung einzelner Wanzenfamilien sowie der jeweiligen Gattung werden die bei uns (Deutschland, Österreich, deutschsprachige Schweiz) vorkommenden Arten näher beschrieben und ihre Biologie sowie Verbreitung näher erläutert und mit farbigen Abbildungen illustriert. Im ersten Band werden rund 20 Familien näher besprochen, u.a. die Netzwanzen (Tingidae), Blumenwanzen (Anthocoridae) und Sichelwanzen (Nabidae). Das Buch umfasst 263 Seiten sowie 209 Abbildungen in hoher Qualität. Den Schluss des Buches bildet eine Funddatenliste, ein Literaturverzeichnis sowie ein Sachregister. Exemplarische Buchseiten sind auf der Verlagsseite einsehbar.
Empfehlung:
Insgesamt sind vier Bände für die Vorstellung der Wanzen geplant, wobei die beiden ersten mittlerweile erschienen sind und der dritte Band bereits im Druck ist. Wer zu Wanzen, auch aus Sicht des Pflanzenschutzes betrachtet, nähere Informationen zur Biologie sowie anschauliches Bildmaterial benötigt wird hier sicher fündig werden. Eine Wirtspflanzenliste mit den dort auftretenden Wanzenarten fehlt in den beiden ersten Bänden wird aber vielleicht noch im letzten Band nachgereicht und würde so den Nutzen sicherlich noch erhöhen.
Wermelinger, B., Forster, B. und J.-D. Godet: Borkenkäfer: Alle forstlich wichtigen Rinden- und Holzbrüter. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 2007, ISBN: 978-3-8001-5571-2, Preis: 7,90 Euro, Format: 13x21 cm
Inhalt:
Auf insgesamt 64 Seiten werden in dem Taschenbuch die 17 wichtigsten Borkenkäfer mit rund 100 Abbildungen sowie kurzen steckbriefartigen Textinformationen (Käfer, Brutbild, Hauptflugzeit, Generationen, Überwinterung, Wirtsbäume, Verbreitung) näher vorgestellt. Einleitende Kapitel beschäftigen sich mit der Biologie und Bedeutung der Tiere sowie möglichen Maßnahmen und natürlichen Feinden (10 Seiten). Alle genannten Wirtsbaumarten werden zum Schluss des Heftes näher vorgestellt (Standort, Verbreitung, Aussehen, 26 Abbildungen).
Empfehlung:
Ein kurz gefasster, preisgünstiger Farbatlas zu den wichtigsten Borkenkäferarten mit Blick für die Praxis, der so dem Betrachter einen ersten Überblick zu diesen forstlich als auch gartenbaulich relevanten Käfern bietet.
Wichtiger Hinweis zu "vergriffen"
Im Zeichen der Neuen Medien versteht sich der Hinweis "vergriffen" in dieser Übersicht als: "In gängigen Bücher-Internetportalen nicht gelistet". Das Buch kann somit aber durchaus noch über den aufgeführten Anbieter, den Verlag oder bei älteren Büchern über ein Bücherantiquariat zu bestellen sein. Eine eigene Recherche ist somit sicherlich immer sinnvoll !
Ergänzende Hinweise:
- Die Preise sind unverbindlich.
- Buchbestellungen nimmt die FGW nicht entgegen.
- Die Buchbesprechungen haben mit Bezug zur Lehre insbesondere einen informativen Charakter
- Mit der Vorstellung (oder auch Nicht-Vorstellung) soll keine Ab- oder Aufwertung vermittelt werden.
- Wir aktualisieren bzw. ergänzen unser Angebot regelmäßig, nicht bei allen Büchern konnte jedoch die neueste Auflage ermittelt und vorgestellt werden.
- Sie kennen weitere deutsche Pflanzenschutzbücher ? Wenn ja, schicken sie uns eine Mail mit Titel/Autor/Verlag. Wie besorgen uns dann das Buch und werden es gerne mit vorstellen. Im Sinne unserer Nutzer sind wir um Ergänzungen immer dankbar.
Stand: April 2008
Thomas Lohrer, Institut für Gartenbau |